Windows 10 endet – so gelingt der Umstieg

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Update auf Windows 11 ist möglich

Allein in Deutschland arbeiten immer noch mehr als 30 Millionen Rechner mit dem Betriebssystem Windows 10. Die wenigsten Nutzer dieser Rechner denken jedoch daran, dass es nur noch wenige Wochen dauert, bis der Support für das Betriebssystem endet und sie im Anschluss große Probleme bekommen könnten.

Auch überrascht von dieser Nachricht? Genau dafür haben wir diesen Artikel mit den wichtigsten Infos erstellt, die darüber Aufschluss geben, was jetzt am besten getan werden sollte.

Die wichtigsten Details zum Ende von Windows 10

Am 15. Oktober 2025 endet der offiziell der Support für das Betriebssystem Windows 10 seitens des Herstellers Microsoft. Ab diesem Zeitpunkt gibt es also keine Updates mehr. Um es gleich klarzustellen: Das „Ende von Windows 10“ bedeutet nicht, dass mit diesem Betriebssystem ausgestattete Rechner ab dem 15. Oktober nicht mehr laufen. Sie funktionieren auch weiterhin wie gehabt, nur eben ohne laufende Updates.

Wichtig zu wissen: Windows 10 wurde ursprünglich nach Microsofts festem „Lebenszyklus“ veröffentlicht und erhielt fünf Jahre lang Mainstream-Support nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung, gefolgt von fünf Jahren mit erweitertem Support. Ab Februar 2018 wurde diese Praktik dann auf die modernere „Lifecycle-Politik“ umgestellt, so dass jede Version je nach Edition 18 oder 30 (nur für H2-Versionen) Monate Support nach der Veröffentlichung erhält. Die letzte Version des Betriebssystems stellt die Variante 22H2 dar.

Bis zum 14. Oktober 2025 wird mindestens eine Standardversion von Windows 10 seitens des Herstellers unterstützt, danach endet der Support. Lediglich die bestehenden LTSC-Versionen (Long-Term Servicing Channel) werden auch nach diesem Datum weiterhin Updates entsprechend ihrer spezifischen Lebenszyklen erhalten.

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Welche Auswirkungen bringt das Ende von Windows 10 bzgl. der Sicherheit mit sich?

Nutzer sollten wissen, dass sich nach dem Ende des Supports von Windows 10 erhebliche Sicherheitsrisiken sowohl für Privatnutzer als auch für Unternehmen ergeben. Diese Sicherheitsrisiken öffnen Hackern Tür und Tor und können zudem Datenschutzverletzungen mit entsprechenden rechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen.

Man geht davon aus, dass nach dem Support-Ende weiterhin genutzte Windows-10-Systeme besonders attraktiv für Malware-Autoren und Cyberangriffe werden. Aufgrund von Datenschutzverletzungen und Systemstörungen kann es insbesondere für Unternehmen zu erheblichen finanziellen Verlusten kommen. Unternehmen, die in regulierten Branchen tätig sind, sollten sich darüber bewusst sein, dass das Verwenden einer nicht unterstützten Software gegen Datenschutzbestimmungen wie etwa GDPR verstoßen kann.

Was sollten Nutzer jetzt tun?

Für unerfahrene Nutzer gilt es zunächst, die Konfiguration ihres Systems zu eruieren. Das bedeutet konkret: Den PC auf Windows 10 prüfen. Mit dem folgenden, einfachen Shortcut kann ganz schnell festgestellt werden, mit welcher Version von Windows der eigene PC läuft:

  1. Windows-Taste & Buchstaben-„R“-Taste gleichzeitig drücken
  2. Den Befehl „winver“ eingeben
  3. Bestätigen mit „Enter“ oder „OK“
  4. Es öffnet sich ein Fenster mit Informationen zur Windows-Version

Sofern sich bestätigt, dass der Rechner mit Windows 10 arbeitet, sollte über die nächsten Schritte nachgedacht werden.

Folgende Maßnahmen sind jetzt möglich

Es gibt grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, auch nach dem Ende von Windows 10 mit eben dieser Software weiterzuarbeiten, ohne Sicherheitsprobleme befürchten zu müssen. Die wichtigsten sind:

  • Windows 10 weiter nutzen und eine leistungsfähige, alternative Antivirussoftware nutzen.
  • In diesem Fall sollte man sich beim Profi darüber informieren, welche Antivirussoftware so leistungsfähig ist, dass sie den entstehenden Sicherheitslücken Paroli bieten kann. Eine dauerhafte Lösung stellt diese Variante allerdings nicht dar.
  • Alternativen zu regulären Updates nutzen.
  • Microsoft bietet in Form des Extended Security Updates (ESU) Programms eine kostenpflichtige Verlängerung von Sicherheitsupdates für Windows 10 an. Auch diese Lösung ist allerdings zeitlich begrenzt und empfiehlt sich daher nur eingeschränkt.
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Umstieg auf Windows 11

Dies ist die beste und sicherste Lösung. Allerdings müssen hierbei die Windows 11 Systemvoraussetzungen beachtet werden, damit der Nachfolger stabil auf dem eigenen Rechner läuft:

  • Prozessor: 1 Gigahertz oder schneller mit mindestens 2 Kernen
  • Arbeitsspeicher: Mindestens 4 GB RAM
  • Speicherplatz: 64 GB oder mehr
  • Systemfirmware: UEFI mit Secure Boot
  • TPM: Version 2.0
  • Grafikkarte: DirectX 12 kompatibel mit WDDM 2.0 Treiber

Sind diese Voraussetzungen gegeben, steht einem Wechsel nichts im Weg.